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BlizzCast 15 beleuchtet die Musik in WoW: Cataclysm

Bereits Anfang des Monats erschien der von Entwickler Blizzard Entertainment eigene Podcast “BlizzCast” in der 15. Ausgabe, der sich anlässlich der dritten Erweiterung “Cataclysm” zu World of Warcraft ausschließlich darum drehte. Neben dem Welt- und Klassendesign sowie der Sprachsynchronisation führte man auch ein Gespräch mit Russell Brower und Derek Duke, zwei der insgesamt fünf Komponisten, die sich für die akustische Untermalung des Kataklysmus verantwortlich zeigten.

Obwohl die Fragen von Blizzards eigener Community Managerin Danielle Vanderlip (auch als Nethaera bekannt) stammen, sind diese keineswegs platt und die Antworten ergiebig und informativ. So erfährt man beispielsweise schon zu Beginn für welches musikalische Leitthema man sich entschied und ob man dies durch bestimmte Instrumente verstärkte. Auch auf die Loginmusik wird eingegangen, die seit dem Ur-World of Warcraft ein Wiedererkennungsmerkmal inne hat und eine Ära innerhalb des Spieluniversums musikalisch verkörpert.

Für jene, die es gerne detailliert mögen, werden auch einige Infos gegeben, wer genau welches Musikstück komponiert hat. Und ebenfalls werden auf die Soundeffekte eingegangen und die Frage erörtert ob und wenn ja, wie stark diese in die Musikkomposition einfließen, um bestenfalls durch zwei Elemente ein exakt verschmolzenes Ergebnis zu bieten.

Den Podcast kann man auf Englisch hören, aber wer dessen nicht mächtig ist oder auch einfach keine Lust hat, für diejenigen gibt es die Option auch ein deutsches Transkript zu lesen. Beides findet sich auf der dazugehörigen offiziellen Seite von Blizzard.

Dies und Das über die Musik in WoW: Cataclysm

Am 22. und 23. Oktober 2010 fand die alljährliche Hausmesse “BlizzCon” des populären Entwicklers Blizzard Entertainment im kalifornischen Anaheim statt. Traditionell waren auch die Kollegen von Original Sound Version mit dabei und waren wohl auch die so ziemlich neugierigsten Zuschauer des Sound Panels, welches abgehalten wurde. Dabei kamen eine Menge Informationen zusammen, die World of Warcraft betreffen und von ihnen aufgeschrieben wurden:

  • Mit der neuen Erweiterung Cataclysm werden acht Stunden neue Musik den Weg ins Spiel finden. Dies ist in etwa die gleiche Dauer, die man auch schon für den Vorgänger Wrath of the Lich King komponiert hat. Somit steigt die Gesamtspielzeit auf unglaubliche 36 Stunden! (Anmerkung: Wobei es mir schwerfällt mich zu entsinnen, dass man im Spiel bislang gefühlt 28 Stunden unterschiedliche Musik hört. Täuschst da einen die Größe der Welt?)
  • Trotz der Überarbeitung von Azeroth wird die Musik vom Ur-WoW-Komponisten Jason Hayes nicht verschwinden. Audio Director Russell Brower betont sogar wie die Stücke zu Sturmwind und Orgrimmar auch nach den Veränderungen immer noch passen. Die (ca. zwei Stunden) “alte” Musik in der Welt wird jedoch auf kleinere Areale angewandt, um jedem Gebiet die passende Untermalung zu geben.
  • Verantwortlich für die Musik in Cataclysm sind neben Russell Brower, Derek Duke, Neal Acree und David Arkenstone, die sich die Arbeit recht gleichmäßig aufgeteilt haben. Darüber hinaus lieferte Glenn Stafford etwa 12 Minuten. Mehr ging nicht, da er hauptsächlich an Starcraft II arbeitete.
  • Die Titelmusik “The Shattering” von Russell Brower sowie die Musik des Intro-Cinematics, geschrieben von Neal Acree, wurden vom Northwest Sinfonia Orchestra bzw. dem Northwest Sinfonia Choir eingespielt.
  • Weder Holzbläser Pedro Eustache noch die Nychelharpa, ein schwedisches Instrument, werden im neuen Soundtrack zu hören sein. Die Nychelharpa kam bei der Musik der Grizzlyhügel in Nordend zum Einsatz.
  • Ein paar Details zur CD wurden auch genannt. Neben “The Shattering” sprach man “Restoring the Balance” an, das Thema der Druiden, die versuchen einen Wald von einer Krankheit zu heilen. Inspiration für dieses Stück und weitere der Art war dafür der Roman “Weltenbeben” (engl. “The Shattering”). Darüber hinaus ist “The Forge” das Titelthema der Horde in Cataclysm. Das Allianz-Gegenstück dazu nennt sich “Defenders of Azeroth”. Die CD endet mit einem nicht näher benannten Titel, welcher die Allianz-Version von “Lament of the Highborne” darstellen soll. Auch ein Volkslied der Blutelfen, startet dieses ähnlich leicht wie das gerade genannte Stück, wird jedoch mit dem Einsatz von Taiko-Trommeln zunehmend schwerer.
  • Wie die Vorgänger-Alben wird auch der neue Soundtrack über iTunes verkauft werden. Sogar mit zusätzlichen Artworks und Kommentaren der jeweiligen Komponisten zu jedem Track.
  • Beginnend mit der BlizzCon wird Blizzard nun auch Notenblätter für die beliebtesten Musiken, darunter “Lament of the Highborne” und “Invincible” verkaufen. Neben einer Orchesterversion wird es auch eine Klavierversion geben.

Nach der Informationsflut wurde der WoW-Abschnitt des Panels mit einem Live-Auftritt von David Arkenstone abgerundet, der natürlich Musik aus Cataclysm spielte.

Auch Starcraft II Collector’s Edition mit Soundtrack

Keine Überraschung 1: Zu Starcraft II: Wings of Liberty erscheint eine Collector’s Edition.
Keine Überraschung 2: Die Collector’s Edition enthält, wie ihn die CEs der World of Warcraft-Reihe ebenfalls hatten, den Soundtrack zum Spiel.

Komponiert von Glenn Stafford, Derek Duke, Russell Brower und Neal Acree enthält dieser 14 Tracks zuzüglich einiger Bonuslieder. Erscheinen wird die Collector’s Edition, wie die Standardversion auch, am 27. Juli in Europa und wird, zumindest auf Amazon.de 88 €, kosten.

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