Archiv für Januar, 2014

OverClocked Remix startet eigenes Label

Nach über 10 Jahren als Remix-Community hat man begonnen bei OverClocked Remix neue Pfade zu beschreiten. Bereits zum MAGFest 2014 ging „OverClocked Records“ an den Start, doch erst vergangenes Wochenende folgte die Ankündigung via Newsletter auch für den Rest der Welt. Wie der Name es schon verrät, handelt es sich hierbei um ein eigenes Plattenlabel, dessen Ziel es ist kommerzielle Alben von Remixern und Indie-Komponisten aus der Spielemusikszene zu veröffentlichen. Dabei muss es sich bei dem Album nicht zwingend um einen Spiele-Soundtrack handeln. Auch komplett unabhängige Werke sind erwünscht insofern der Komponist eine Relation mit Spielemusik vorzuweisen hat.

Die Anzahl der Musiker, die bereits eines oder mehrere Alben über OverClocked Records feilbieten, ist schon jetzt nicht unbedingt klein. Darunter sind auch einige bekannte Namen dabei, wie u. a. Dale North, ein Urgestein der OCR-Gemeinschaft (sein erster Remix stammt aus dem Jahr 2000!) oder Wilbert Roget, II, der u. a. am Soundtrack zu Star Wars: The Old Republic mitgearbeitet hat.

Was die Preise anbelangt, orientiert man sich eher am schmalen Geldbeutel. Kein Album ist (aktuell) teurer als 10 US-$. Der Durchschnittspreis dürfte gar bei nur knapp der Hälfte liegen. Und skeptische Naturen können sich auch Teile des gewünschten Albums vorher anhören und bei Gefallen diese im verlustfreien FLAC-Format herunterladen. Für manche Alben gibt es aber auch MP3-Optionen. Einen Dämpfer bietet allenfalls die Bezahlung, falls man mit PayPal auf Kriegsfuß steht.

Shota Kageyama hat Game Freak verlassen

Der Japaner Shota Kageyama hat zum Ende des Jahres 2013 das Spielestudio Game Freak verlassen. Dort war er unter anderem an den Soundtracks zu Pokémon X & Y beteiligt. Sein Debut gab er 2007 mit dem Spiel Luminous Arc als er noch beim Studio von Yasunori Mitsuda arbeitete, Procyon Studio.

Auf Twitter sagte er, dass es Zeit sei nun seinen eigenen Weg zu gehen und verkündete die baldige Eröffnung seines eigenen Musikstudios, dass auf den Namen „Spica Musica“ getauft wurde. Auf seiner Webseite shotakageyama.net gibt es bereits ein Logo zu sehen, ansonsten vertröstet nur ein „Coming soon“ den Besucher.

Wie Siliconera meldet sei Kageyama zufrieden mit Spielemusik, allerdings erhofft er sich für die Zukunft auch für andere Sparten Musik schreiben zu dürfen.

Fundstück: Das Konzert zu Bravely Default

Erst im vergangenen Dezember erschien in Europa das neueste Rollenspiel aus dem Hause Square Enix, welches auf den ungewöhnlichen Namen Bravely Default getauft wurde. Ursprünglich nur für den japanischen Markt gedacht, zeigte man sich aufgrund der guten Kritiken im Westen überrascht und gerührt, wie man auf Twitter mitteilte.

Der Soundtrack des Spiels stammt dabei vom japanischen Rocker Revo, der vor gar nicht so langer Zeit erst die deutschsprachige Animeszene aufscheuchte, da er in den beiden Eröffnungsmelodien zur Serie Attack on Titan ohne Hemmungen teilweise deutsch gesungen hatte (dazu noch ziemlich grammatikalisch korrekt!). Dies ist im hiesigen Werk zwar nicht der Fall, aber eine andere Tatsache ist interessant, denn es gab zu besagtem Spiel ein Konzert. Doch nicht irgendeines, sondern ein Rockkonzert mit Klassikelementen.

Bereits Ende 2012 präsentierte Revo mit seinem neuen Projekt Linked Horizon in der Yokohama Arena in der gleichnamigen Stadt den Soundtrack live, dessen Mitschnitt mir vor kurzem auf YouTube in die Hände gefallen ist. Um ehrlich zu sein besteht das Konzert nicht nur aus Stücken aus Bravely Default, sondern auch aus vorherigen Alben und Singles, die unter Linked Horizon erschienen sind. Mit dem Konzertdebut eines noch so jungen Rollenspiels werden dennoch nur wenige gerechnet haben. Und für ein wenig offene Münder wird dann schon gesorgt, wenn man am Keyboard Motoi Sakuraba stehen sieht und mittendrin auch plötzlich Marty Friedman die Gitarre schwingt, der u. a. Leadgitarrist der Band Megadeth war.

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