Wie die Kollegen von IndustryGamers berichten, hat die Recording Academy den GRAMMY-Musikpreis überarbeitet und dabei in vier Kategorien die Beschreibung explizit um Spielesoundtracks erweitert und somit die Spielemusik auch offiziell der Film- sowie Fernsehmusik gleichgestellt. Somit werden ab sofort „The Music for Visual Media“, „Best Compilation Soundtrack for Visual Media“, „Best Score Soundtrack for Visual Media“ und „Best Song Written for Visual Media“ mit dem Anhang „(Motion, Television, Video Game Music, or Other Visual Media)“ geführt.

Ist dies schon ein erfreulicher Fortschritt, schürt Bill Freimuth, Vizepräsident für Awards der Recording Academy, aber gleich Hoffnungen für die Zukunft indem er sich eine eigene Kategorie für Spielemusik vorstellen kann: „I think this could be viewed as a first step in the direction of video games getting their own category“ („Ich denke dies kann als ein erster Schritt gesehen werden, Videospielen ihre eigene Kategorie zu geben“). Weiter führt er aus, dass bereits in den vergangenen Jahren die Spiele-Gemeinschaft desöfteren die Idee angeregt hat eine Extrakategorie ins Leben zu rufen, man dies aber immer hauptsächlich abgelehnt habe, weil zu wenig Kandidaten von der Spieleindustrie eingereicht wurden.

Ein Umstand, der sich nun ändern könnte. Erste Reaktionen stimmen positiv. So erwartet Steve Schnur, Worldwide Executive für Music bei Electronic Arts und zugleich wählendes Mitglied der Recording Academy, eine „Flutwelle an Einsendungen“ von den Spielefirmen und Komponist Inon Zur ist überzeugt, dass der GRAMMY dabei hilft die Spielemusik von anderen Genres abzugrenzen und vom Mainstream respektiert zu werden.