Müsste man die einzelnen Computerspielgenres auf Staaten aufteilen, dann würde Deutschland garantiert die Wirtschaftssimulation angehängt bekommen, denn egal ob Fußballmanager oder Die Siedler, Simulationen waren schon immer ein Markt im deutschen Computerspielsegment. Eine Reihe, die diesen Markt ebenfalls bedient ist Patrizier, dessen viertes Spiel sich im Moment in Entwicklung befindet und zu diesem nun drei Hörproben erschienen sind.

Die drei Titel umfassen das Hauptthema, die Musik der Seekarte sowie das Seeschlachtthema und sind zwischen drei und vier Minuten lang. Die Instrumentierung ist generell an ein Orchester mitsamt Chor angelehnt, wobei meiner Vermutung nach kein echtes benutzt wurde. Das macht die Stücke aber nicht schlecht, gerade das Hauptthema ist schön komponiert worden – allerdings würde es schwer fallen die Musik einer Situation zuzuordnen, wenn man nicht weiß, aus welchem Spiel es stammt.

Das Stück zur Seeschlacht klingt, wie es auch sein soll, kriegerisch, aber niemals hektisch, sondern beginnt schwermütig, wie man sich wohl die Manövrierung eines Kriegsschiffs (als Laie) vorstellt. Als dann jedoch die ersten Chorpassagen beginnen, gewinnt die Melodie an Dynamik, anstatt des wilden Kriegers hat man aber immer den kühlen Strategen im Kopf.
Die Musik zur Seekarte ist beim konzentrierten Hören auch kein schlechtes Werk, allerdings könnte ich mir vorstellen, dass das Stück während des Spielens eher untergeht. Es sticht nicht heraus und man hat das Gefühl die Karte muss eben eine Musik haben und gut ist.

Wer hereinhören möchte, kann sich die Stücke bei den Kollegen von Gamezone herunterladen. Die ZIP-Datei ist 12,8 MB groß und beherbergt drei MP3-Dateien, die mit 160 kbit/s kodiert sind. Die Kompositionen gehen im Übrigen auf das Werk des Bielefelders Dag Winderlich.